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Miasmenlehre – Was ist das?

Bei der Behandlung schwerer chronischer Krankheiten macht man immer wieder die Erfahrung, dass den Patienten mit der Homöopathie zwar Erleichterung verschafft werden kann, dass aber die Symptome nach einiger Zeit wiederkehren oder sich an anderen Organen zeigen.

Durch die Anwendung der Miasmenlehre gelingt es,  einen Überblick zu erhalten über alles, was im Leben eines Patienten zur Entwicklung seiner Krankheit beigetragen hat. Das können ererbte (hereditäre) Schwächen, oder auch Krankheiten, die er sich selbst durch Ansteckung, Unfälle usw. zugezogen hat. Hahnemann (=Hm) bezeichnete das als erworbene chronische und hereditäre Miasmen. Sie bilden die eigentliche Grundstörung jeglicher Krankheit.

Es gibt fünf chronische Miasmen:

Zunächst zu nennen sind die drei Grundmiasmen, die von Hm mit Syphilis, Sykose und Psora bezeichnet wurden. Man kann sie durch „Ansteckung“ in jedem Stadium erwerben – und sie verlaufen alle nach einem bestimmten Muster.

Durch Vererbung der chronischen Miasmen an die Nachkommen vermischen sich die klaren Krankheitsverläufe der einzelnen Miasmen. Solche „vermischten“ Miasmen bilden die Tuberkulinie und die Kanzerinie. Sie zeigen keinen klaren Krankheitsverlauf mehr, wie das bei den Grundmiasmen der Fall ist. Es sind jedoch charakteristische Merkmale an den Nachkommen sichtbar, die das dahinter stehende Miasma anzeigen – das können auch mehrere sein.

Auch können im Verlaufe einer Behandlung Zeichen und Symptome auftreten, die das jeweils aktive Miasma anzeigen und die man dann in die weitere Behandlung einbezieht.

Die Kenntnisse über die Miasmen und die Anwendung dieser Lehre ermöglicht es, bereits vor Behandlungsbeginn eine Strategie zu entwerfen, und eventuelle alte Beschwerden, die unter der homöopathischen Kur wieder auftreten können, zu beurteilen.

So kann durch systematisches und beharrliches Vorgehen ein Patient zur Heilung geführt werden.

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